Saturday, 6 April 2013

Folge immer deiner Intuition. / Always follow your intuition

Ich komme endlich mal wieder dazu "Grey's Anatomy" zu guggen. Ja, ich schau mir diese Serie an. Aber mitnichten wegen dem ganzen medizinischen Kram, sondern weil es eine geniale und tiefgründige Show über menschliches Leben ist. Probleme. Spaß. Zeiten, in denen man das Gefühl hat, man zerbricht. Und wie man es immer wieder schafft, weiterzumachen und nicht aufzugeben. Und der Titel zu diesem Blog-Eintrag ist ein Zitat aus der Folge, die ich gerade geschaut habe.

Um ehrlich zu sein, ich stimme voll und ganz zu. Diese ganze Auswanderungsgeschichte beruht letztlich auf einer intuitiven Entscheidung. Aber versteht mich nicht falsch. Ich habe Angst. Angst vor dem, was kommen mag. Angst davor, dass ich wirklich das Richtige tue. Vieles über diese Auswanderung ist beängstigend. Und vielleicht ist es an der Zeit, das mal klipp und klar zu sagen. Aber keine Bange, in diesem Fall finde ich, ist Angst eine gute Sache. Es hält mich auf dem Boden der Tatsachen, ich denke immer und immer wieder über die verschiedensten Dinge nach und irgendwie relativiert es doch sehr vieles.

Ein ganz bestimmer Gedanke schwirrt mir insbesondere immer und immer wieder durch den Kopf, nämlich, dass ich Leute zurücklasse. Familie und Freunde. Und als ich gerade "Folge immer deiner Intuition." gehört habe, ist mir klar geworden, dass ich niemanden zurücklasse. Wenn jemand stirbt, werden Leute zurückgelassen. Aber ich bin nicht tot. Im Gegenteil. Ich arbeite daran, dass ich wieder lebendig werde. Ich fühle mich jetzt schon wieder viel lebendiger als ich es in den gesamten letzten anderthalb Jahren habe. Es mag jetzt vielleicht etwas dramatisch klingen, aber ich kann es gerade irgendwie nicht besser beschreiben. Ich bin nicht aus der Welt. Ich bin nach wie vor nur einen Telefon-/Skype-Anruf, oder eine Email, oder eine SMS oder eine Nachricht oder einen Tweet weit weg. So wie immer. Okay, ja, ich kann nicht mehr spontan zum Mittagessen vorbeikommen. Und ich werde die meisten nicht mehr so oft sehen wie bisher. Aber das ist nicht das Ende der Welt. Für niemanden. Natürlich werde ich sowas vermissen, aber wie ich gesagt habe, ich bin nicht wirklich weg.

Wir leben im 21. Jahrhundert! Es gibt Möglichkeiten, miteinander in Verbindung zu bleiben. Möglichkeiten, die wir vor 20/30 Jahren nicht hatten. Natürlich wäre es schön in einer "Star Trek"-Welt zu leben. Transporter, die einen von A nach B in nullkommanichts bringen. Aber das haben wir nicht. Wir müssen an Freundschaften arbeiten. Und je mehr ich so darüber nachdenke, desto mehr Bedeutung gewinnen funktionierende Freundschaften doch eigentlich dadurch. Oder was meint ihr?

Richtige Freunde zu sein, bedeutet Arbeit. Oder man ist einfach nur ein Name auf einer Postkartenliste. Und es gehören immer zwei dazu. Ich will sicherlich nicht behaupten, dass ich Freundin des Jahres bin. Ich habe nie zig Freundschaften gehabt. Bekanntschaften, joah. Aber bis ich jemanden wirklich als Freund betrachte, dauert es ein Weilchen. Denn dann bedeuten mir diese Personen etwas. Und diejenigen, die mir wirklich richtig viel bedeuten, werden immer mehr als nur eine Postkarte hie und da bekommen.

Klar, wenn ich merke, dass eine Freundschaft mehr und mehr einseitig verläuft, dann werde ich mich irgendwann auch weniger bemühen. Man beachte das "irgendwann". Leute, die mir wichtig sind, gebe ich nicht so einfach auf. Denn das macht doch eine Freundschaft aus. Quasi wie bei einer Hochzeit wenn es heißt "In guten wie in schlechten Zeiten". Wir alle haben mal unsere schlechten Tage, Tage an denen wir einfach in Ruhe gelassen werden wollen. Na und? Da ist doch nicht Verwerfliches dabei. Aber genau deshalb habe ich immer lieber einen kleinen, engen Freundeskreis gehabt, bestückt mit Menschen, denen ich vertraue und von denen ich weiß, dass ich mich auf sie verlassen kann. Menschen, die eine Auszeit akzeptieren können, und die mir insbesondere während einer solchen Zeit nicht in den Rücken fallen. Soweit es mich betrifft, wird sich daran nichts ändern. Ob ich nun in Deutschland oder Großbritannien lebe wird keinen Unterschied machen. Ich will, dass es keinen Unterschied macht. Soviel zu mir. Die andere Hälfte unserer Freundschaft bist du und es liegt an dir, was du daraus machst, sobald ich die Landesgrenzen passiere. Ich folge meiner Intuition, und diese sagt mir, wenn eine Freundschaft echt und stark ist, dann wird es egal sein, wo ich lebe.

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So, I was just watching "Grey's Anatomy".Yes, I'm watching that show. Not for the medical stuff, but because it's an incredible show about life itself. Problems. Fun. Devastating times. How to continue and move on and not give up. And the title I am using for this entry is a quote from the episode I was just watching.

Truth be told, I couldn't agree more. And this whole immigration thing is basically based on an intuitive decision. But don't get me wrong. I am scared. Yes, I am. Scared of what may come. Scared whether I'm doing the right thing. A lot about such an immigration is scary. And perhaps it's time to voice that. Now, don't worry. In this case I think being scared is a good thing. It keeps me grounded, makes me think things through and it puts a lot of things into perspective.

One thought in particular kept circling around in my head. Namely, that I'm leaving people behind. Family and friends. And somehow it just hit me when I heard "Always follow your intution." I am not leaving people behind. People are left behind when someone dies. But I'm not dead. Far from it. I'm working on feeling alive again. I already am way more alive than I have felt in a year and a half. Maybe it sounds a bit dramatic, but I guess that's about as best as I can describe it. I'm not gone. I will still just be a phone/Skype call or an email or a text or a message or a tweet away. Just like I've always been. Yes, admittedly, I won't be able to spontaneously come over for lunch any longer. And I won't see everybody as often as I did. But that's not the end of the world. For neither side. Of course I will miss those things, but like I said, I'm not really gone.

We're living in the 21st century! We have possibilities to stay in touch. Ways that didn't exist 20-30 years ago. Of course many of us wish we'd be living in a "Star Trek" world. Hell, I am, too. Among other things, transporters to quickly get us from A to B halfway across the globe. But we are not. We have to work on keeping friendships alive. And thinking about it, I guess that makes the friendships that work a lot more meaningful. Or what do you think?

It takes effort to be friends. Real friends. Not just being a name on someone's postcard list. And it always takes two. I'm not saying I'm friend-of-the-year. But I've never been someone with a gazillion friends. Acquaintances, yes. But for me to call someone a friend, it usually takes some time. Because I start to care about them. And those I really deeply care about will always get more from me than a postcard once in a while.

Of course, if I feel that a friendship is turning one-sided, my efforts will also lessen after a while. But please note the "after a while". If I truly care about someone, I'm not giving up on them easily or without a fight. Because that's what makes the friendship. Kinda like the marriage vows "in good times and in bad". We all have bad days, times we wanna be left alone. So what? Nothing wrong about that. It's why I always kept my friends circle rather small. Because I always wanted to have people I fully trusted and knew I could rely on. People who can accept a time-out. And yet who will always have my back. As far as I'm concerned I intend to keep that up. Whether I live in Germany or the UK, it won't make any difference. I don't want it to make any difference. So that's my side of the story. The other half of our friendship is yours and it's up to you what you make of it, once I cross the border. I'm following my intuition, and it's telling me, if a friendship is strong and meant to be, then it doesn't matter where I live.

6 comments:

  1. In my opinion, it´s the best thing you can do. And you know how much respect I have for you, for making that decision. It can just get better.

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    1. *hugs tight* Thanks. And yes, I know. The same goes for you, it can just get better.

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  2. Wir denken, du weißt, dass du immer auf uns zählen kannst. Mach weiter so und halt die Ohren steif.

    Papa & Mama

    We think you know that you can always count on us. Keep it up and hold your chin up.

    Mum & Dad

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    1. Ja, weiß ich. Und das erleichtert Vieles und gibt mir Kraft :) HEGDL

      Yes, I do. It makes things easier and gives me strength :) Lots of love

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  3. Heck, the UK is a tiny bit closer for me. I'll be in Ireland in two years so I'll catch a ferry and swing your way for a cup o' tea. ;)

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